Flammen im Allgäu

Wenn wieder unzählige hohe Holztürme mit samt „Hexen“ in Flammen stehen, dann ist im Allgäu Funkensonntag.

Im Allgäu gibt es sie tatsächlich noch: Die Hexenverbrennung!
Einmal im Jahr sieht man überall im Allgäu große Feuer brennen – die Funkenfeuer. Wenn wieder unzählige hohe Holztürme mit samt „Hexen“ in Flammen stehen, dann ist im Allgäu Funkensonntag. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Wir haben den Funken in Hinterstein besucht und möchten diese tollen Eindrücke gerne hier mit Ihnen teilen.
Seit Wochen haben wir überall fleißige Helfer Weihnachtsbäume, Reisig, Paletten, Bretter und sonstiges Holz sammeln sehen. Aber wofür wurde das alles benötigt?
Bei uns im Allgäu wird jedes Jahr am ersten Sonntag nach Aschermittwoch ein uralter Brauch gepflegt: Der Funkensonntag. Die „Kerle“ der einzelnen Ortschaften bauen dafür bis zu 10 m hohe Türme, aus dem zuvor gesammelten Holz und bewachen diese dann, bis sie am Funkensonntag abends endlich von den Kindern des Ortes mit Fackeln angezündet werden.
Oben an der Spitze des Turms wird die sogenannte "Funken-Hexe" befestigt. Die Hexe ist meist lebensgroß, mit Stroh und Heu gefüllt und mit Lumpen bekleidet.
Oft wird die Hexe mit Schießpulver befüllt und die Zuschauer warten gespannt darauf, dass die Hexe laut und schallend explodiert.Es ist übrigens ein sehr schlechtes Omen, wenn der Funken umfällt und die Hexe davor noch nicht gebrannt hat oder explodiert ist...
Aber das war dieses Jahr zum Glück nicht der Fall!
Viele fragen sich jetzt bestimmt:
Warum veranstalten die Allgäuer dieses Spektakel jedes Jahr?
Ganz genau wissen wir das leider auch nicht. Die sehr verbreitete Theorie besagt allerdings, dass mit dem Funkenfeuer der Winter und auch böse Geister vertrieben werden sollen. 
Symbolisch hierfür steht auch die Hexe an der Spitze des Funken. Damit wird der Beginn der Fastenzeit markiert.
Das besondere dabei ist, dass die Funken im Allgäu erhöht auf einem Berg aufgebaut werden.
So sind die vielen Funkenfeuer in den Bergen auch vom Tal aus wunderbar zu bestaunen.

Funkenküchle - Funkekiachle - Funken-Kiachle

Ein weiterer zum Funkenfeuer gehörender Brauch sind die köstlichen Funkenküchle (wenn sich Ihnen die Gelegenheit bieten sollte: Probieren Sie diese unbedingt!). Diese werden traditionell am Funkensonntag zusammen mit einem leckeren, heißen Punsch gegessen.
Da der Funkensonntag bereits vorbei ist, haben wir hier als Alternative einen Rezept-Tipp für Sie vorbereitet:
  • Das Mehl wird zunächst mit Zucker, Butter, Salz, Eier und der Trockenhefe mit lauwarmer Milch vermengt. 

  • den fertigen Teig ca. 1 Stunde abgedeckt ruhen lassen 

  • anschließend runde Stücke aus dem Teig schneiden und diese auf einem mit Mehl bestreuten Brett nochmals 30 Min. zugedeckt gehen lassen 

  • Teiglinge unter mehrmaligem Wenden von innen nach außen ziehen, bis sich ein äußerer Rand gebildet hat und der innere Teil hauchdünn ist 

  • fertige Teigling in heißem Fett ausbacken und zum Schluss mit Zucker bestreuen
  • 40 Gramm

    Hefe

  • 500 Gramm

    Mehl

  • 80 Gramm

    Zucker

  • 70 Gramm

    Butter

  • 2

    Eier

  • 1/8 Liter

    Milch

  • 1 Prise

    Salz

  • Zucker

    zum Bestreuen

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