Sportliche Höchstleistungen in Oberjoch

Rasant und spektakulär ging es beim FIS Telemark Weltcup den Hang am Grenzwieslift hinab – wir haben das Event am 10.02.2019 für Sie begleitet.

Kennen Sie Telemarken?

Vermutlich werden Sie sich jetzt denken, "natürlich, das habe ich schon mal beim Skispringen im Fernsehen gehört." Das stimmt, aber wussten Sie, dass Telemark zudem eine eigene Technik beim Skifahren ist, in der sogar ein Weltcup des internationalen Skiverbandes FIS ausgetragen wird?

Zum bereits achten Mal fand am vergangenen Wochenende der Weltcup in Oberjoch am Grenzwieslift statt und wir haben uns für Sie auf den Weg zur Rennstrecke gemacht, um Ihnen diesen (noch) nicht all zu bekannten Sport näher zu bringen.

Athletinnen und Athleten aus allen großen Skisport-nationen Europas und sogar aus Kanada und den USA kamen nach Oberjoch, um sich mit den Besten ihres Sports zu messen. Wir haben unsere Daumen vor allem für die deutschen Starter rund um unseren Bad Hindelanger Lokalmatadoren Jonas Schmid und die anderen Allgäuer Sportler gedrückt. (Wir konnten da nicht ganz unparteiisch bleiben :-) ).
Bevor es für uns allerdings mit dem Wettkampf los gehen konnte, hatten wir noch eine brennende Frage: Wie funktioniert Telemarken überhaupt? Wenn Sie sich das gerade auch fragen, haben wir hier die Antwort für Sie parat:

Auf den ersten Blick hat Telemarken mit dem Skifahren, wie wir es kennen, das Wesentliche gemein: es geht auf zwei Skiern den Berg hinab. Das war es aber dann auch schon. 

Bei der Telemark-Technik ist aber, anders als beim Alpin-Ski, lediglich die Spitze des Skischuhes mit einer Bindung am Ski fixiert. Wenn der Sportler eine Kurve fahren will, fährt er nicht im Parallelschwung, sondern macht den sogenannten Telemark-Schritt, mit dem auch die Skispringer idealerweise nach ihrem Sprung landen. Beim Telemark-Schritt kniet der Fahrer auf dem (kurveninneren) bergseitigen Ski, indem er die Ferse des hinteren Fußes hochhebt und gleichzeitig den talseitigen Ski nach vorne schiebt. 

Ein Wimpernschlagfinale zum Abschluss

Spektakulär und ganz eng ging es zu beim Parallel-Sprint, der Disziplin, die am Sonntag sowohl bei den Damen und den Herren auf dem Programm stand. Am Vormittag fand die Qualifikation für den Hauptwettbewerb am Nachmittag statt, bei der sich die 32 zeitschnellsten Herren und 16 zeitschnellsten Damen qualifizierten. Am Nachmittag traten die Sportler in Duellen gegeneinander, bis nach insgesamt 5 Runden bei den Männern und 4 Runden bei den Frauen nur noch je zwei Starter übrig waren, die das große Finale um den Weltcup-Sieg bestritten.

Auf der Rennstrecke mussten die Sportler auf zwei parallelen Kursen zunächst einen Riesenslalom mit einem Sprung zurücklegen, bevor sie sich mutig in eine 360° Steilkurve stürzten. Anschließend absolvierten sie einen teils bergauf führenden Skatingabschnitt, bevor sie das Ziel erreichten.
Da Telemarken eine anspruchsvolle Technik ist, wird beim Wettkampf besonders auf die korrekte Ausführung der Telemark-Technik geachtet. Wer hier Fehler macht oder beim Sprung nicht die geforderte Mindestweite erreicht, wird bestraft und muss im Skatingbereich vor dem Ziel einen weiteren Weg laufen (wir haben es als Laien mit der Strafrunde beim Biathlon verglichen). Dadurch wurden die Duelle teils zu sehr spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, die erst auf der Zielgeraden und den letzten Zentimetern entschieden wurden.

Unser persönliches Highlight war das große Finale des Damenrennens, bei dem sich die Allgäuerin Johanna Holzmann trotz ihres atemberaubenden Zielsprungs gaaaaaanz knapp um 16 Tausendstelsekunden geschlagen geben musste.

Wir sind von dieser spannenden Sportart wirklich begeistert und freuen uns, dass Oberjoch auch nächstes Jahr Austragungsort des Weltcups sein wird. 

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