Cool, entspannend, zeitgemäß, Stress reduzierend. Es scheint, als kam der Yoga-Trend vor ein paar Jahren plötzlich aus dem Boden gesprossen und versucht seitdem, alle Menschen in seinen Bann zu ziehen. Wir haben uns allerdings bislang noch strikt geweigert, in irgend einer Form die Sonne anzubeten oder einen Hund darzustellen.
Da der Yoga-Hype aber noch immer nicht abzunehmen scheint, wollen wir unserem Yoga-Lehrer Hans nun doch einmal einen Besuch abstatten - und dabei nehmen wir Sie natürlich gerne mit!
Das soll er nun also sein: Der skeptische Anfang unserer Yoga-Karriere. Wir wissen nicht arg viel mehr außer dass Yoga aus Atemtechniken, körperlichen Übungen und Meditation besteht und zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen soll.
Dennoch sind wir bereit für unsere aller erste Yoga-Stunde. Die Matten liegen schon alle auf dem Boden bereit und Hans empfängt uns mit einem so herzlichen und ansteckenden Lächeln, dass wir uns tatsächlich auf die Stunde freuen. Wir sind trotzdem ein bisschen aufgeregt, als wir uns ein Plätzchen in der Gruppe suchen. Zunächst einmal dürfen alle Teilnehmer ganz entspannt im Raum ankommen und Hans stellt sich seiner Gruppe vor und beschreibt kurz, wie die nächste Stunde ablaufen wird.  
Es beginnt ganz harmlos:
Ein paar Mal tief ein- und ausatmen, ein bisschen dehnen und in alle Richtungen strecken. Hans erklärt uns jede Bewegung ganz präzise und ruhig und wir können somit auch als Yoga-Anfänger gut mit den anderen Teilnehmern mithalten. Nach jeder Übung haben wir kurz Zeit, um den Bewegungen nachzuspüren. Wir machen weiter mit verschiedenen Körperstellungen, die alle zur Dehnung, Stärkung und Beweglichkeit der Muskulatur beitragen sollen. Umkehrhaltungen, Vor- und Rückbeugen, Dehnung der Wirbelsäule und auch Gleichgewichtsübungen haben wir alle (wenn auch noch ein bisschen wackelig) erfolgreich gemeistert.
Die erste Yoga Stunde ist ein regelrechtes Aha-Erlebnis. Es hat sich irgendwas verändert und wir fühlen uns besser. Wir sind total euphorisiert und fühlen uns voller Energie! Hans hat dazu natürlich auch die passende Erklärung: „Ihr könnt beim Yoga alles schaffen was ihr wollt. Ihr müsst nur frei sein im Kopf. Es geht beim Yoga nicht darum, den perfekten sportlichen Körper zu kreieren. Natürlich wird dabei die Muskulatur gestärkt und die Beweglichkeit verbessert - aber darauf kommt es beim Yoga nicht primär an. Es wird bis auf das Hier und Jetzt alles andere vollkommen ausgeblendet und es geht nur darum, sich auf eine bestimme Position oder Bewegung zu konzentrieren."
Das ist ein Gefühl, welches wir zuvor nicht gekannt haben. Einmal nicht an 1.000 Sachen gleichzeitig denken sondern mit den Gedanken ganz bei sich selbst sein. Yoga ist Sport für den Kopf! Wir haben gelernt dass es darauf ankommt, unsere Gedanken unter Kontrolle zu haben und einmal komplett abzuschalten. Das ist allerdings bei der aller ersten Yoga-Stunde gar nicht so einfach und bedarf natürlich einer gewissen Übung.

Wir wollen uns der Herausforderung stellen und werden Hans nun mit Sicherheit öfters einen Besuch abstatten.